Curtina seit 1315, Mineralwasser und historische Bäder

Eine der ältesten Geschichten von Al Plan / St. Vigil in Enneberg,
wo Erinnerung, Wasser und Gastfreundschaft seit Jahrhunderten zusammenfinden.


Bevor Aqua Bad Cortina ein Hotel wurde,
war es ein bewohnter und gelebter Ort:
ein Hof, ein Wirtshaus, ein Bad und seit jeher ein Ort des Wassers.

Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück:
Bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 1315 erscheint der Name „Curtina“,
eine frühe Spur eines Ortes, der tief mit den Ursprüngen von Al Plan, dem ladinischen Namen von St. Vigil in Enneberg, verbunden ist.
In den folgenden Jahrhunderten kehrt Cortina in den Dokumenten als Gut, Hof, Wirtshaus und lebendiger Ort des Tales immer wieder.

Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert
tritt Cortina in den Akten immer deutlicher als Gut, Hof und bewohnter Ort hervor.
Es ist die Zeit von „Inner“ und „Außer Cortina“, von Besitzwechseln, vom Wirtshaus und von den ersten Rechten,
die mit den Bädern und dem Wasser verbunden waren.
In dieser Zeit begegnet die dokumentierte Geschichte auch der ladinischen Erinnerung:
Cortina gehörte für eine gewisse Zeit dem legendären „Gran Bracun“,
einer sagenhaften und mächtigen Gestalt der Tradition von Al Plan und des Gadertales.

Die Geschichte des Wassers wird ab dem 18. Jahrhundert immer klarer.
Im Jahr 1741 bestand das „Badl“ von St. Vigil bereits;
1777 nennen die Dokumente das „Würtshaus Cartina“ und „Ein Baad“,
also ein Wirtshaus mit Bad. 1779 ist von der Badehütte, von den Wasserrechten und von der Wasserleitung die Rede:
konkrete Spuren einer Tradition, die Alltag, Gastfreundschaft und Wohlbefinden miteinander verband.

Im 19. Jahrhundert tritt Bad Cortina in die Zeit der Heilbäder und der alpinen Sommerfrische ein.
Reiseführer, Studien und Zeitungen beschreiben die Quelle, ihre mineralische Zusammensetzung, die reine Bergluft und den Wert des Aufenthalts.
1870 kündigt der Pustertaler Bote die saisonale Eröffnung des „Bad Cortina in St. Vigil in Enneberg“ an;
1877 nennen Wanderführer den Ort als Kurplatz und Ausgangspunkt für Wanderungen in den Dolomiten.

Im Jahr 1890 bestätigen die ersten Analysen der Universität Innsbruck offiziell den mineralischen Charakter des Wassers.
Von da an festigt sich die Badetradition: nicht mehr nur einfache, rustikale Bäder des täglichen Gebrauchs,
sondern eine echte Erfahrung von Kur, Ruhe und Bergwelt.

Nach einer Zeit, in der die Bäder und das Wasser von den 1980er Jahren bis Ende der 1990er Jahre teilweise in den Hintergrund traten,
rückte die Quelle wieder in den Mittelpunkt des Hauses.
Im Jahr 2003 wurde sie neu gefasst, mit einem neuen Sammelbecken und einer neuen Leitung,
die die Quelle bis heute direkt mit dem Hotel verbindet.

Seit 2011 werden wieder Mineralwasserbäder angeboten, in den weltweit ersten Wannen aus Silberquarzit.
Im Jahr 2019 folgte die höchste offizielle Anerkennung: Das italienische Gesundheitsministerium erkannte die Quelle mit dem Dekret Nr. 4324 vom 20.09.2019 für die Balneofangotherapie an. Ein mineralisiertes, sulfatisch-calcium-magnesiumhaltiges Thermalmineralwasser, mikrobiologisch rein.

Heute ist das Wasser von Aqua Bad Cortina nicht nur Erinnerung: Es ist tägliche Erfahrung.
Es wird im Speisesaal serviert, fließt aus jedem Wasserhahn des Hotels und bringt eine kleine Quelle in jedes Zimmer.
Im Sommer können die Gäste die Quelle zu Fuß erreichen, nur 400 Meter vom Haus entfernt,
begleitet von Nicol auf einem Naturweg aus Wasser, Wald und Gedanken.

Aqua Bad Cortina bewahrt so eine seltene Kontinuität:
nicht nur ein Hotel, sondern eine lebendige Wurzel von Al Plan / St. Vigil in Enneberg.
Ein Ort, an dem Geschichte, Wasser, ladinische Gastfreundschaft und die Natur der Dolomiten zusammenfinden.